Lebensqualität: Platz 2 für Zürich

Zürich ist 2016 die Stadt mit der zweithöchsten Lebensqualität weltweit. Mit Genf (Rang 8) platziert sich eine weitere Schweizer Stadt in den Top-Ten. Bern belegt den 14. Rang (Vorjahr Platz 13). Weltweit behauptet sich Wien an der Spitze des Städtevergleichs, gefolgt von Zürich, Auckland und München. Das Schlusslicht unter den weltweiten Grossstädten bildet Bagdad. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität von Expatriates in 230 Grossstädten.

Zur Beurteilung der Lebensqualität jeder Stadt wurden 39 Kriterien analysiert, die aus Sicht von Mitarbeiter, die ins Ausland entsandt wurden, eine zentrale Rolle spielen. Diese Merkmale schliessen unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein. Hinzu kommen Faktoren wie Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote sowie andere öffentliche Dienstleistungen. Für die aktuelle Studie untersuchte Mercer erstmalig gesondert das Merkmal «persönliche Sicherheit». Denn die politische und soziale Stabilität am Einsatzort hat den grössten Einfluss auf die Lebensqualität von Expatriates. Massgebliche Kriterien zur Beurteilung sind beispielsweise innere Stabilität, Kriminalitätsraten und Leistungsfähigkeit der örtlichen Strafverfolgungsbehörden.

Die Rangliste der sichersten Städte weltweit wird von Luxemburg angeführt, gefolgt von Bern und Zürich (beide Platz 2) sowie Genf (6). Damit finden sich drei Schweizer Städte auf den vorderen Plätzen des weltweiten Sicherheitsvergleichs. Ebenfalls Platz 2 belegt Helsinki, Wien folgt auf dem 5. Rang. Bagdad und Damaskus sind gemäss der Rangliste die unsichersten Städte der Welt.

«Viele Mitarbeiter, die von ihren Unternehmen ins Ausland entsendet werden, nehmen ihre  Familie mit an den neuen Arbeitsort. Auch deshalb steht für sie der Sicherheitsgedanke an erster Stelle und bestimmt ihre Lebensqualität», sagt Mercer-Expertin Narcisa Chelaru. «In Schweizer Städten herrscht vergleichsweise wenig Kriminalität, die Strafverfolgung ist effizient, die sozialen und politischen Verhältnisse sind stabil. Sie werden daher als sehr sicher empfunden und landen im internationalen Vergleich ganz weit vorne.» Im Gegensatz dazu hatten Terrorismus und soziale Unruhen zur Folge, dass einige europäische Städte im Ranking schlechter dastehen, wie beispielsweise Paris (71), London (72), Madrid (84) und Athen (124).

Quelle: http://www.mercer.ch/content/mercer/europe/ch/de/newsroom/quality-of-living-ranking-2016.html