Erneut zweiter Platz

Zürich ist 2017 erneut die Stadt mit der zweithöchsten Lebensqualität weltweit. Auch Genf (Rang 8) und Basel (Rang 10) können sich in den Top-Ten platzieren. Bern belegt wie im Vorjahr den 14. Rang. An der Spitze des Städterankings liegt zum mittlerweile achten Mal in Folge Wien. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität von Expatriates in 231 Grossstädten, die in diesem Jahr bereits zum 19. Mal veröffentlicht wurde.

Infrastruktur ist wichtiger Faktor

Für die Lebensqualität ist die Infrastruktur vor Ort ein besonders wichtiges Kriterium. Dazu zählen unter anderem die Wasserversorgung, Kommunikations- und Postdienstleistungen, öffentlicher Nahverkehr und die Verfügbarkeit internationaler Flüge. Daher wurde diesem Bereich 2017 ein eigenes Ranking gewidmet. „Der Erfolg internationaler Entsendungen hängt massgeblich davon ab, wie reibungslos Fortbewegung und Kommunikation funktionieren und ob ausreichend hohe Standards in den Bereichen Hygiene, persönliche Sicherheit und Zugang zu behördlichen Dienstleistungen erfüllt sind“, kommentiert Slagin Parakatil, Principal bei Mercer und verantwortlich für die „Quality of Living“-Studien. „International tätige Unternehmen benötigen akkurate und kurzfristig verfügbare Informationen, um für ihre Expatriates faire und einheitliche Vergütungspakete zu berechnen. Das kann für Orte mit einer eingeschränkten Lebensqualität zu einer echten Herausforderung werden.“

Lebensqualität für Firmen mitentscheidend

„Wirtschaftliche Instabilität, soziale Unruhen und politische Umwälzungen stellen Unternehmen vor komplexe Herausforderungen, wenn sie die Lebensqualität für ihre ins Ausland entsendeten Mitarbeiter analysieren“, so Ilya Bonic, Senior Partner und President des Geschäftsbereichs Career von Mercer. „Multinationale Unternehmen und Regierungen benötigen akkurate, detaillierte und verlässliche Informationen zur Lebensqualität in verschiedenen Städten. Damit können sie ihre Mitarbeiter vor Ort nicht nur angemessen vergüten, sondern sie verfügen auch über eine Benchmark zur Planung und bekommen Einblicke in die teils schwierigen Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter.“ „In unsicheren Zeiten müssen sich Unternehmen, die sich an einem neuen Standort etablieren und Mitarbeiter dorthin entsenden wollen, vorab ein möglichst genaues Bild der jeweiligen Stadt machen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Tauglichkeit als Geschäftsstandort und die Attraktivität für Top-Mitarbeiter“, ergänzt Bonic.

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